
Auftakt
des Demonstrationszuges der am Marienplatz
startete.

Transparente
im antikapitalistischen Teil der Demo.

Ein
Teil des Demonstrationzuges.

Der vordere Teil des antikapitalistischen
Blockes auf der Demo.

Relativ gute Stimmung im antikapitalistischen
Block.

Die Mobilisierungsplakate.

Kleinere
Auseinandersetzungen mit der Einsatzhundertschaft.

Symbolische
Attacke auf die Commerzbank.

Weitere
Rangeleien mit der Polizei.

Am
Abschlusskundgebungsplatz.

Farbattacke
auf die SPD - hat sie das wirklich verdient,
oder wäre gar noch mehr angebracht?
An
den Demonstrationen am Samstag, den 21.
Oktober gegen die aktuelle Politik der
Regierung beteiligten sich in Stuttgart
mehrere zehntausend Menschen. Zwei Demonstrationszüge,
einer von Stuttgart-Nord einer von Stuttgart-Süd
aus trafen sich am Schlossplatz. Etwa
200 bis 300 Menschen beteiligten sich
an einem antikapitalistischen Block auf
der Demonstration. Viele weitere machten
mit Transparenten und Sprechchören
ebenfalls deutlich, dass es ihnen nicht
darum geht, mit einer Demonstration nur
Dampf abzulassen, sondern dass es notwendig
ist entschlossen gegen die Regierungspolitik
zu kämpfen und das kapitalistische
System grundlegend in Frage zu stellen.
Ein versuchtes abweichen des antikapitalistischen
Blocks von der Demonstrationsroute durch
die Innenstadt gelang zunächst nicht.
Am Schlossplatz kam es zu kleineren Auseinandersetzungen
zwischen DemonstrationsteilnehmerInnen
und der Polizei. Das Gebäude der
Commerz Bank wurde mit Farbflaschen und
Molotow Cocktails angegriffen. Die Commerzbank
ist eines der Unternehmen, die trotz großer
Gewinne Ausbildungsplätze streichen
und steht daher symbolisch für die
gängige Praxis der Unternehmen, die
ihre Profite auf Kosten der Lohnabhängigen
steigern.
Nach weiteren Rangeleien nahm die Polizei
am Schlossplatz etwa 20, überwiegend
minderjährige DemoteilnehmerInnen
fest. Zahlreiche Menschen protestierten
gegen das Vorgehen der Polizei, worauf
diese Schlagstöcke gegen die Protestierenden
einsetzte und mehrere Menschen leicht
verletzte. Die Festgenommenen wurden erst
am späten Abend wieder aus der Haft
entlassen.
Offenbar im Anschluss an die Demonstration
fand in der Innenstadt ein weiterer Farbanschlag
auf das Büro der SPD statt.
Am Nachmittag fuhr die Polizei massiv
in Stuttgart-Heslach, rund um das Subversiv
(Soziales Zentrum) auf und führte
zahlreiche Personenkontrollen inkl. Abfotografieren
der Betroffenen durch. Gegen Abend stürmte
ein größeres Polizeiaufgebot
das Subversiv, nahm die Personalien der
dort anwesenden etwa 10 Personen auf,
fotografierte diese ebenfalls und durchsuchte
sämtliche Räume. Dabei wurden
Gegenstände wie Computer, Transparente
und Flugblätter beschlagnahmt - eine
ausführliche Stellungnahme des Subversiv
dazu wird in den nächsten Tagen folgen.
Der Aktionstag blieb insgesamt bundesweit
sicher hinter den Möglichkeiten zurück.
Der Gewerkschaftsspitze ging es, trotz
teilweise kämpferischer Parolen,
allzu offensichtlich lediglich darum,
aktiven Widerstand gegen die Regierungspolitik
vorzutäuschen. Wenn sich die Proteste
gegen die aktuellen "Reformen"
nicht zu tatsächlichem Widerstand,
in den Betrieben, den Schulen und Unis
etc. entwickeln, werden sie ohne Folgen
bleiben. So wichtig eine Beteiligung an
den Demonstrationen und deren Unterstützung
mit unterschiedlichen Aktionsformen ist,
so notwendig ist es sich zusammenzuschließen
und sich zu organisieren. Nur so können
wir Widerstand gegen die Regierungspolitik
leisten und für eine befreite Gesellschaft
kämpfen. Hohle Reden und radikale
Phrasen werden die aktuellen Angriffe
von Staat und Kapital sicher nicht stoppen
und die Regierung nicht stürzen.
Die
Angriffe der Polizei nach der Demonstration
sind nicht einfach hinzunehmen. Eine revolutionäre
Linke muss Konzepte gegen die staatliche
Repression entwickeln und die Betroffenen
unterstützen. Das Vorgehen der Polizei
gegen das Soziale Zentrum Stuttgart und
seine BesucherInnen reiht sich letztlich
in eine Reihe immer dreister werdenden
Angriffen auf linke Strukturen und AktivistInnen
ein. Dass diese Angriffe und Einschüchterungsversuche
nur soweit wirken, wie wir es zulassen
hat sich gezeigt: Die zahlreichen Kriminalisierungen
von Seiten der stuttgarter Staatsanwaltschaft
und des Staatschutzes gegen Linke und
AntifaschistInnen in den letzten Monaten
und Jahren haben längst nicht dazu
geführt dass die Aktivitäten
zurückgingen. Sorgen wir dafür
dass unsere Strukturen auch nach ihren
neuen Angriffen gestärkt dastehen.
Text
unseres Aufrufes zur Demonstration >>>
Flugblatt
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Infos zum Aktionstag:
www.labournet.de
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www.protest2006.de
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