Es
gilt das gesprochene Wort?!
(28.08.2007 | Quelle: Gefangenen Info |
www.political-prisoners.net)
"Neue" Tondokumente aus dem
Stammheim - Prozess 1975-1977 aufgetaucht.
Ende Juli, Anfang August tauchten auf einmal
Tondokumente aus dem Stammheim-Prozess gegen
Andreas Baader, Ulrike Meinhof, Gudrun Ensslin
und Jan-Carl Raspe als Stream-Dateien auf
der Webseite des SWR 2- Kulturradios auf.
Auf den Bändern sind kurze Statements
der Gefangenen aus der RAF zu hören.
Andreas Baader greift darin Haftbedingungen
und die Prozessführung des Vorsitzenden
Richters Prinzing an. Jan-Carl Raspe äußert
sich zu den auf Zerstörung der Persönlichkeit
angelegten Haftbedingungen, besonders von
Ulrike Meinhof. Ulrike Meinhof selbst ist
nur kurz und kaum verständlich mit
einem Statement zu den Schikanen der prozessführenden
Richter zu vernehmen. Gudrun Ensslin geht
bekennend auf die militärischen Angriffe
der RAF ein und begründet diese aus
der politischen Analyse heraus. Später
aber mehr dazu.
Stammheim-Prozess:
In Stuttgart begann am 21.05.1975, im einem
extra neu gebauten Prozessbunker, das Stammheim-Verfahren
gegen die RAF. Wenige Wochen vor Prozeßbeginn
werden die drei Hauptverteidiger Croissant,
Groenewold und Ströbele aus dem Verfahren
ausgeschlossen mit der Begründung,
sie würden den organisatorischen Zusammenhalt
einer kriminellen Vereinigung (RAF) betreiben.
Am 23. Juni wurden Croissant und Ströbele
verhaftet und zahlreiche Prozeßunterlagen
beschlagnahmt. Später sollten noch
mehrere weitere Verteidigerausschlüsse
folgen. Die Angeklagten Andreas Baader,
Ulrike Meinhof, Gudrun Ensslin und Jan-Carl
Raspe gaben im Prozess selbst nur politische
Erklärungen zur Sache und Statements
zu den Haftbedingungen und später zum
Tod von Ulrike Meinhof ab*. Da sie während
ihrer Statements massiv vom Vorsitzenden
Richter Prinzing (damals Mitglied einer
schlagenden Verbindung / reaktionären
Burschenschaft) unterbrochen wurden, was
sie nicht kommentarlos hinnahmen, kam es
des Öfteren zum Ausschluss der Angeklagten,
so dass sie den grössten Teil des Prozesses
in ihren Zellen saßen. Prinzing wurde
kurz vor Ende des Prozesses, am 20. Januar
1977 als zuständiger Richter fallengelassen,
weil der Schein des unabhängigen Gerichts
kaputt war und seine Beibehaltung zahlreiche
Gründe für eine Revision des Verfahrens
bieten konnte. Die Verteidiger hatten Informationen
bekommen, wonach Prinzing Ablichtungen der
Prozessakten an den Bundesrichter Albrecht
Meyer weitergeleitet hatte, welcher über
eine mögliche Revision im Verfahren
zu entscheiden gehabt hätte. Nicht
nur das - Meyer hatte sogar Teile der Akten
an die Presse weitergeleitet. Dem 85. Befangenheitsantrag
wurde schlussendlich stattgegeben.
Ausserdem wurden vor dem Prozess neue Gesetze
geschaffen bzw. alte Gesetze modifiziert,
wie z.B. die Kronzeugenregelung , die dem
Gericht die Prozessführung erleichterten.
Die Angeklagten wurden am 28.04.77 in allen
Anklagepunkten - gemeinschaftliches Begehen
von sechs Bombenanschlägen in Tateinheit
mit vier Morden und 34 Mordversuchen, des
Begehens von Mordversuchen in Tateinheit
mit der Gründung einer "kriminellen
Vereinigung" - für schuldig befunden
und zu lebenslangem Gefängnis verurteilt.
Interessant sind erstmal die Begleitumstände,
unter denen diese Tonbänder auftauchten.
Die SWR-Hörfunkabteilung proklamierte
erstmal den Erfolg, in der Recherchearbeit
in den Kellern des Staatsarchivs Ludwigsburgs,
für sich. Dort verwahrten Archivare
seit Jahrzehnten, die zur Gedächnisstütze
für Gerichtschreiber gedachten Bänder.
Diese sollten eigentlich schon lange gelöscht
sein. Doch dann enspann sich eine deftiger
Streit zwischen der ARD-Journaille. Der
NDR stellte parallel auch Ansprüche
auf Entdeckung der Aufzeichnungen. Der NDR
hatte den Spiegel-Chef und selbst ernannten
RAF-Historiker, mit Monopol-Anspruch (eine
Art Guido Knopp der deutschen 68er-Geschichte),
Aust und der Spiegel TV-Mann Büchel,
für eine Historische Aufarbeitung zum
sogenannten Deutschen Herbst verpflichtet.
Der SWR nahm daraufhin, bis zur Ausstrahlung
eines NDR-Beitrags von Aust und Konsorten,
in den Tagesthemen die Streams wieder vom
Netz.
Der Streit um die diese Tonbänder zeigt
einmal wieder die Sonderstellung die sich
Aust in Bezug auf die Deutungshoheit, in
Bezug auf die Aufarbeitung der RAF-Geschichte
geschaffen hat. Er allein nimmt sich das
Recht heraus, scheinbar Neues zu präsentieren
und gleichzeitig zu deuten.
Im Gleichklang mit den Schreiberlingen der
FAZ, kommt er -wie schon immer- ins psychologisieren.
"Man merkt in ihrer Stimme die Verzweiflung
und Verwirrung" lässt er sich
zu Ulrike Meinhofs Statement aus. Dass sich
in ihrer Stimme die von Jan-Carl Raspe angesprochenen
Haftbedingungen widerspiegeln, kommt dem
Chefjournalisten nicht in den Sinn. So sucht
die bürgerliche Journaille im Einklang
nach den Gründen, die Ulrike Meinhofs
Tod als Selbstmord festschreiben könnten.
Eine Zeile aus, der von Gudrun Ensslin abgegebenen
Erklärung, über die Verantwortung
für Angriffe von RAF-Kommandos, denen
die Gefangenen nicht zustimmten, wird sofort
zum RAF - Mobbing gegen Ulrike Meinhof stilisiert.
Mai-Offensive
72:
Die RAF veröffentlichte vor ihrer Offensive
das Strategiepapier "Rote Armee Fraktion
- Stadtguerilla und Klassenkampf"**.
Die Offensive selbst, sollte einerseits
den USA und ihren Verbündeten im Vietnamkrieg
klarmachen, dass es für sie, als Verantwortliche
für das Morden in Vietnam, auch in
Europa "kein ruhiges Hinterland"
mehr gibt. Darüber hinaus zielten einige
Aktionen auf die Repressionsorgane in der
BRD und die Verantwortlichen für die
Isolationshaftbedingungen, denen die Gefangenen
aus der RAF und andere, damals schon ausgesetzt
waren.
11.05.72: Im Hauptquartier des V. US-Corps
in Frankfurt gehen drei Bomben hoch. Ein
Offizier wird getötet, 13 Soldaten
werden verletzt.
12.05.72: Bombenanschläge auf die Polizeihauptquartiere
in Augsburg und München. Dabei wird
niemand verletzt.
16.05.72: Sprengstoffanschlag auf Buddenberg,
BGH-Richter in Karlsruhe, bei dem dessen
Frau verletzt wird.
19.05.72: Zwei Bomben explodieren in Hamburg
im Springer-Hochhaus. Trotz rechtzeitiger
und dreimaliger Warnung vorher, läßt
Springer nicht räumen. 17 Arbeiter
werden verletzt. Die RAF übt Selbstkritik
und schreibt: "Wir haben Springer nicht
als das Schwein eingeschätzt, das er
tatsächlich ist."
24.05.72: Bombenanschlag auf das Hauptquartier
der US-Armee in Europa in Heidelberg, wo
der Zentralcomputer installiert ist, mit
dem die US-Flugeinsätze über Nordvietnam
koordiniert werden. Drei Soldaten werden
getötet. (Quelle:Bundesrepublik Deutschland
(BRD) - Rote Armee Fraktion (RAF), GNN Verlagsgesellschaft
Politische Berichte)
Zu den Fakten: Die RAF griff im Zuge ihrer
Mai-Offensive 1972, unter anderem auch das
Springer Hochhaus in Hamburg an. Da bestimmte
Leute im Springer-Konzern eine telefonisch
eingegangene Warnung ignorierten, wurden
17 Angestellte und Arbeiter verletzt. Über
diesen Angriff gab es de Facto Diskussionen
innerhalb der RAF, die von Aust und anderen
dazu benutzt werden, eine persönliche
Auseinandersetzung zwischen Gudrun Ensslin
und Ulrike Meinhof zu konstruieren. Den
Rest an Beweisen für diese These schnippelten
sie sich aus dem "INFO", einem
Infosystem, dass den Austausch von Inhalten
und Einschätzungen unter allen Gefangenen
aus der RAF, durch Briefe möglich machte,
zusammen. Dort wurde teilweise unter Anwendung
der leninistischen Organisationsprinzipien
von Kritik und Selbstkritik heftigst gestritten.
Für Aust und Konsorten eine wahre Fundgrube
für ihre Verschwörungstheorien
und weitere Psychologisierungen.
Im selben Kontext wird auf ein weiteres
Band hingewiesen, in dem, nach Darstellung
der Austianer, Ulrike Meinhof innerhalb
eines Statements über die an ihr praktizierte
Folter, einen Hilferuf sendete, in dem sie
die Möglichkeit nach einem Ausstieg
ohne Verrat suchte und nicht fand.
Geradezu typisch ist, das genau dieser Auszug
nicht zu hören ist. Man möchte
geradezu darauf wetten, dass Aust sich diesen,
für seine Doku, aufgehoben hat. Dort
kann er und sein Gefolge dann den Kontext
vorgeben, in dem Mensch das gesprochene
Wort zu verstehen hat.
Alles nach der alten Buback-Doktrin aus
dem Jahre 1975. Damals forderte dieser in
dem damaligen Polit-Magazin Kennzeichen
D : " dass Journalisten sich darauf
beschränken (sollen), Mittler zwischen
Polizei, Staatsanwaltschaft und Bevölkerung
zu sein". Schon vorher machte er klar,
dass es darauf ankommt " wie, wann
und welche Informationen weitergegeben werden".
Beide Prinzipien gelten bis heute sowohl
im Zusammenhang mit der Geschichte der radikalen
linken Opposition von 1968-1977, als auch
im Umgang mit Protest u. Widerstand in der
Gegenwart (siehe G8). In diesem Sinne hat
der Spiegel-Chefredakteur Aust, spätestens
nach der Auftragsarbeit für die dreißigste
Wiederkehr des sog. deutschen Herbstes,
einen Bundesverdienstorden verdient. Dass
er damit Vorbild-Funktion im Bezug auf einen
ganzen Berufsstand hat, scheint unbestritten.
Heute wird, weder in den Printmedien, noch
in TV und Radio, eine Kurzmeldung, ein Original-Zitat
oder eine staatskritische Stellungnahme
unkommentiert bzw. ohne ein, vor Staatsräson
triefendes Vorwort, in Öffentlichkeit
gebracht. Und das nicht nur dann, wenn es
um die RAF und andere fortschrittlich bestimmte,
bewaffnete Kämpfe geht.
Nochmal zurück zum Ursprung. Die Tondokumente
sind weder eine mediale Sensation, noch
enthalten sie viel neues. Es sind Dokumente
eines Prozesses, die ohne die Kommentare
der bürgerlichen Medien auch ganz anders
hörbar sind. Ein Andreas Baader, der
sich schlecht als aggressiver Macho od.
Dandy verkaufen lässt. Er spricht ruhig
und mit analytischer Klarheit seinen Text.
Das was Jan-Carl Raspe zur Haftsituation
von Ulrike Meinhof sagt, wird durch das
Auftreten von ihr mehr oder minder bestätigt.
Bei ihr spürt mensch die Folter der
letzten Jahre deutlich. Gudrun Ensslin erklärt
die Praxis der RAF. Dies fiel sogar den
SchreiberInnen der Süddeutschen Zeitung
(Stimmen aus dem Grab,1.08.2007) auf:
" " ...Sie (die Tondokumente)
zeigen die Angeklagten überraschenderweise
völlig unhysterisch. Jan Carl Raspe
trägt Ende1975 sachlich seine Kritik
an den Haftbedingungen vor. Ulrike Meinhof,
offenbar schwer von den Haftbedingungen
gezeichnet (sic!), spricht wirr und so gedrängt,
dass sie kaum zu verstehen ist.(...) Die
grösste Überraschung bietet Andreas
Baader. Der vielfach zum "Dummkopf",
"Brutalo" und "Macho"
kolportierte, nennt den Prozess in leitartikelnder
Prosa eine leere Fassade(...). "
Interessant ist in diesem Zusammenhang,
dass die bürgerlichen Schreiberlinge
fast im gleichen Tonfall über die "krude,
fremdwortdurchdrungene, altbackene"
Sprache stöhnen und über diese,
aus der Drübersteher-Perspektive ablästern,
wie viele junge und mittelalte Linke.
Es scheint mir in beiden Fällen doch
oft so zu sein, dass dieses Verhalten als
Entschuldigung dafür dient, sich nicht
mit den Inhalten, gerade im Bezug auf deren
Aktualität, zu befassen.
Zumindest können die Tondokumente für
viele, gerade auch junge Menschen ein Anlass
sein, sich mit den damaligen Ereignissen
auseinanderzusetzen.
...und da ist eine radikale Linke gefragt,
die sich äussert und den herrschenden
Medien mit all ihren Plattheiten, ein realeres
Bild der damaligen Zeit und den Kämpfen
darin vermittelt.
Links:
*Erklärung zur Sache - Auszüge
aus dem Manuskript zum Stammheim-Prozess:
*Jan
Carl Raspe erklärt am 11.05.1976 zum
Tod von Ulrike Meinhof:
**Das
Konzept Stadtguerilla:
das
info - briefe von gefangenen aus der raf:
aus der diskussion 1973 -1977 (Neuer Malik
Verlag)
Bericht der Internationalen Untersuchungskommission
zum Tod von Ulrike Meinhof:
Bücher:
das info - briefe von gefangenen aus der
raf: aus der diskussion 1973 -1977 (Neuer
Malik Verlag)
Pieter Baaker Schut - Stammheim (NeuerMalik-Verlag)
Ausgewählte Dokumente der Zeitgeschichte:
Bundesrepublik Deutschland (BRD) - Rote
Armee Fraktion (RAF)
GNN Verlagsgesellschaft Politische Berichte
Irmgard Möller: "RAF - das war
für mich Befreiung!"
Gudrun Ensslin: "Zieht den Trennungsstrich
jede Minute"
- Beide erschienen im Konkret Literatur
Verlag
Peter O.Chotjewitz -Herren des Morgengrauens
(Rotbuch Verlag)
Das Gesprochene Wort...
Dokumentation der Inhalte der veröffentlichten
Tonbänder aus dem Stammheim-Prozess
Ulrike Meinhof
Zum Gerichtsverfahren:
Rational und logisch ist das, was Sie hier
machen, indem Sie also bei Andreas den fünften
beziehungsweise sechsten Anwalt rausfeuern,
logisch und rational ist das präzise,
das Vorgehen und die Struktur eines Kriegsgerichts,
beziehungsweise, hier ist es vielleicht
genauer zu sagen: eines Polizeigerichtsverfahrens.
Indem Prinzing (der Richter, d.Red.) natürlich
ein Interesse daran haben muss, dass die
Verteidigung sich unter gar keinen Umständen,
(
) wieder rekonstruieren kann, aus
dem einfachen Grund, dass er natürlich
(
) Angst haben muss. Aber ich stelle
einfach noch mal fest: Bei Andreas sind
Croissant, Ströbele, Groenewold ausgeschlossen
worden übers Verteidigerausschlussgesetz
und auf einem Weg, und aus dem ganzen Verfahren
ausgeschlossen, auf einem, auf dem Weg einer
Interpretation, die das Gesetz, äh,
und, also dann noch mal, um den Fall Andreas,
um die Sach..., um dieses Ziel, bei Andreas
alle Anwälte wegzuknallen, gebogen
worden ist.
Gudrun Ensslin
Zu den Anschlägen der RAF:
Wir sind auch verantwortlich für die
Angriffe auf das CIA- Hauptquartier und
das Hauptquartier des 5. US-Korps in Frankfurt
am Main und auf das US-Hauptquartier in
Heidelberg, insofern wir in der RAF seit
'70 organisiert waren, in ihr gekämpft
haben und am Prozess der Konzeption ihrer
Politik und Struktur beteiligt waren. Insofern
sind wir sicher auch verantwortlich für
Aktionen von Kommandos, zum Beispiel gegen
das Springer-Hochhaus, deren Konzeption
wir nicht zustimmen. (
)
Zu erwägen ist nicht ein Widerstandsrecht,
wie es hier nicht um Rechte geht, sondern
was die Politik der RAF ausdrückt,
ist das Bewusstsein der Pflicht zum Widerstand.
(
) Und das exakt war zwei Tage lang
der Inhalt unserer Erklärung zur Sache
(
) Widerstand, Kampf. Das hat der
Text, der im Januar hier gekommen ist, artikuliert.
Das Gericht hat ihn ignoriert. Eine Reaktion,
die nur zwei Deutungen zulässt: Sie
haben nichts verstanden, aber wahrscheinlicher:
Prinzing (der Richter, d.Red.) darf die
Veranstaltung nicht abkürzen, weil
sie von der Dramaturgie des Bundestagswahlkampfes
bestimmt ist.
Jan-Carl Raspe
Zu den Haftbedingungen:
Falsch ist, dass die Auswirkungen der Isolation
den verantwortlichen Stellen verdeckt geblieben
wären. Nichts war verdeckt.
Es gab Januar '73 die Stellungnahmen von
drei Gefängnisärzten in Ossendorf,
als Ulrike seit siebeneinhalb Monaten im
Trakt war, die ohne Untersuchung erklärten:
Psychosomatische Schäden sind bei der
Art von Unterbringung, nämlich in akustischer
Isolation, unvermeidlich. Aus psychiatrischer
Sicht sei die Grenze der Belastbarkeit erreicht,
einfach weil die Auswirkungen der Isolation
angefangen hatten, sichtbar zu werden.
Ulrike konnte bei Besuchen nicht mehr sprechen.
Außerdem ist in unzähligen Anträgen
der Anwälte auf Ärzte unserer
Wahl auf Aufhebung der Isolation erklärt
und mit präzisen wissenschaftlichen
Argumentationen nachgewiesen worden, dass
die Auswirkungen der Isolation für
jeden nach einer bestimmten Zeit katastrophal
sind.
Andreas Baader
Zur Isolationshaft:
An drei Tagen in der Woche, drei Tagen in
der Woche ist hier Verhandlung, findet praktisch
kein Umschluss statt, findet kein Hofgang
statt, schon gar kein verlängerter,
ist die Situation für die Gefangenen
die, dass sie in schallisolierten, schalltoten
fensterlosen Zellen vier oder fünf
Stunden am Tag sich aufhalten müssen.
Und zwar vollständig isoliert, also
auch der Umschluss zu zweit, den Sie ja
inzwischen zugestanden haben, ist da unten
wieder liquidiert, wie wir festgestellt
haben heute. (
)
Aber dazu wollte ich einfach nur mal kurz
feststellen: Wir sind sicher, Prinzing (der
Richter, d.Red.), dass Sie hier auch an
Ihrem eigenen Urteil arbeiten.
(Quelle: FR vom 1.08.2007)
Weitere Quellen: Pieter Baker Schut - Stammheim,
BRD-RAF (GNN Verlag), rafinfo.de, SZ, FAZ,
WELT anderslautern-red.
(www.anderslautern.de )
Hinweis: Über unsere Website könnt
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