Nein
zur Rente mit 67 und der weiteren Umverteilung
von unten nach oben!
Organisieren wir gemeinsam den Protest und
Widerstand gegen die Regierungspläne!
Die
Angriffe von Regierung und Kapital, aktuell
in Form der Erhöhung des Renteneintrittsalters
auf 67 Jahre, sorgen zunehmend für
Proteste: Mehrere Zehntausend Menschen haben
in den letzten Tagen bundesweit während
der Arbeitszeit Protestkundgebungen und
-demonstrationen durchgeführt.
In
Esslingen beteiligten sich am 29.01. etwa
3000 Menschen, in der Region um Stuttgart
an mehreren lokalen Kundgebungen z.B. in
Sindelfingen und Zuffenhausen jeweils mehrere
Tausend. Zusammenfassung der IG Metall der
Proteste am 30. Januar: Mit über 10.000
Teilnehmern fand die größte Kundgebung
vor dem Tor der DaimlerChrysler AG in Sindelfingen
statt. Bei Audi in Neckarsulm versammelten
sich über 4.500 vor dem Tor, bei DaimlerChrysler
in Untertürkheim 2.700, bei Bosch in
Feuerbach über 2.000, bei Porsche in
Zuffenhausen ebenfalls deutlich über
2.000. Etwa 800 Beschäftigte beteiligten
sich im Raum Schwäbisch Gmünd
an Aktionen bei ZF Lenksysteme, Mahle und
PallSeitzSchenk. Bei Behr in Pforzheim folgten
350 Beschäftigte den Aufrufen der IG
Metall.
Weitere Kundgebungen, Aktionen und Infoveranstaltungen
fanden z.B. statt im Bereich der Verwaltungsstelle
Heidelberg bei Heidelberger Druckmaschinen,
Schmitthelm, Lincoln u.a. mit insgesamt
über 6800 Teilnehmern, im Bereich der
Verwaltungsstelle Mannheim bei John Deere,
Bombardier, ABB u.a. mit insgesamt über
2700 Teilnehmern, im Bereich der Verwaltungsstelle
Friedrichshafen-Oberschwaben bei Zeppelin,
mtu, ZF, u.a. mit insgesamt über 8000
Teilnehmern, im Bereich der Verwaltungsstelle
Schwäbisch Hall mit über 1500
Teilnehmern, im Bereich der Verwaltungsstelle
Aalen mit über 1200 Teilnehmern und
im Bereich der Verwaltungsstelle Ludwigsburg
bei Valeo, ZF Lenksysteme, Komet u.a. mit
über 500 Teilnehmern.
Es liegt nun an der Basis der Gewerkschaften
und den linken Organisierungen, sich dafür
einzusetzen dass die Aktivitäten weitergehen.
Viele Menschen gehen bereits davon aus,
dass die Pläne ohnehin nicht verhindert
werden können und haben ihr Vertrauen
in die eigene Kampfkraft längst verloren.
Die Gewerkschaftsspitze pokert offensichtlich
mit kleinen Änderungen, die lediglich
bestimmte gesellschaftliche Gruppen aus
den "Reformen" herausnehmen sollen
und hält die Basis an der kurzen Leine.
Da die Rentenreform jedoch so viele Menschen
direkt und indirekt betreffen würde
- Arbeitslose, Jugendliche und ArbeiterInnen
- bestehen gute Möglichkeiten, dass
sich viele an Aktivitäten dagegen beteiligen
und so die Vorhaben gekippt werden können.
Erfolgreiche Mobilisierungen sind gerade
in der aktuellen Situation, die zwar von
um sich greifender Unzufriedenheit mit der
aktuellen Politik aber eben auch von Perspektivlosigkeit
und mangelndem Selbstbewusstsein geprägt
ist, mehr als nötig. Nur über
die gemeinsamen Kämpfe, über Streiks,
Demonstrationen und andere Aktivitäten,
kann der aktuelle Prozess umgedreht und
die Perspektive einer befreiten Gesellschaftsordnung
wieder denk- und machbar werden.
In
Stuttgart hat sich ein Zusammenschluss aus
Studierenden, GewerkschaftsaktivistInnen,
Erwerbslosen und linken Organisationen zusammengefunden
und war bereits mit einem gemeinsamen Flugblatt
auf mehreren Kundgebungen am 29. und 30.
Januar präsent. Ziel ist es, die Gemeinsamkeit
der verschiedenen aktuellen sozialen Kämpfe
- z.B. gegen Lohnkürzungen und Arbeitszeitverlängerung,
die Gesundheitsreform und die Umstrukturierungen
im Bildungswesen mit Studiengebühren
etc. - zu thematisieren und dementsprechend
praktisch dazu aktiv zu sein. Auf dem nächsten
Treffen (Donnerstag, den 08. Februar um
18 Uhr im Subversiv, Soziales Zentrum
Stuttgart) wird es um eine Nachbereitung
der Aktionstage, die kommenden Aktivitäten
und um Struktur und Selbstverständnis
des Bündnisses gehen. Alle Interessierten
sind dazu herzlich eingeladen!
Text
des Flugblattes >>>
Flugblatt
als PDF >>>
IG
Metall zu den Protesten in der Region um
Stuttgart >>>
IG
Metall Sonderseite zu Protesten >>>
Bilder
von den Protesten in Esslingen >>>