Gemeinsam gegen Krieg und Besatzung
BUNDESWEHR & NATO RAUS AUS AFGHANISTAN
Kommt zur Demonstration am 20. September in Stuttgart! Hinein in den antikapitalistisch Block!
Die seit 7 Jahre andauernde Besatzung Afghanistans durch die Armeen der Nato-Staaten eskaliert immer weiter. Militärische Auseinandersetzungen sind an der Tagesordnung. Tod, Armut, Vertreibung und Angst vor Anschlägen oder Bombardements prägen für die Mehrheit der Bevölkerung den Alltag. Humanitäre Projekte sind aufgrund der Besatzung zunehmend bedroht.
Während die ISAF-Mission, zu der auch der Großteil des deutschen Kontingents von etwa 3500 Soldaten gehört, zunächst als „humanitärer Einsatz“ betrachtet wurde, sind die ISAF-Truppen heute praktisch nur noch als Kriegspartei aktiv.
Die Gegenwehr gegen die Besatzer und die mit ihnen kollaborierenden Kräfte nimmt zu, da in der Bevölkerung die, aufgrund der Abneigung gegenüber den Taliban Anfangs noch vorhandene, Akzeptanz gegenüber den Nato-Truppen immer weiter schwindet. Von der versprochenen Demokratisierung, Wohlstand, einem Ende der Zerstörung des Landes und dessen Wiederaufbau ist schließlich nichts zu sehen. Stattdessen hat sich die Situation für viele weiter verschlechtert. Auch die Taliban erhalten durch die andauernde Besetzung wieder Zulauf.
Die Antwort der Nato-Staaten darauf ist eine geplante Aufstockung der Truppen und eine weitere Eskalation des Krieges. Es geht für die Kriegstreiber insbesondere darum, den Zugang zu den Rohstoffvorkommen im kaspischen Raum zu kontrollieren, die geostrategische Machtstellung in dieser Region weiter auszubauen und die Schlagkraft der Nato für weitere Kriege zu stärken. Die angeblichen humanitären Interessen dienen ihnen lediglich als Rechtfertigung.
Im Herbst diesen Jahres wird auch vom deutschen Bundestag über die Entsendung weiterer Soldaten und eine Erweiterung des Kriegseinsatzes in Afghanistan entschieden. Am Samstag, den 20. September finden aus diesem Anlass in Berlin und Stuttgart Demonstrationen gegen den Krieg und insbesondere die deutsche Beteiligung daran statt. Mit den Demonstrationen und weiteren Aktivitäten soll Druck auf die Abgeordneten von SPD, Grünen, FDP und CDU ausgeübt werden. Sie sollen, entgegen den Richtlinien ihrer jeweiligen Partei, gegen die weitere und verstärkte Beteiligung der Bundeswehr am Krieg stimmen.
Wir rufen zur Beteiligung an der Demonstration in Stuttgart und an einem antikapitalistischen Block auf. Krieg und Besatzung sind nicht die Grundlage für bessere Lebensumstände, sondern stehen diesen im Wege. Sie dienen nicht „humanitären Interessen“ sondern sind Teil des kapitalistischen Systems und seiner Profit- und Verwertungslogik. Gegen dieses System gilt es aktiv zu werden und sich zu organisieren.
Die Mobilisierung sehen wir auch im Rahmen der Aktivitäten gegen die Treffen der Nato im Februar 2009 in München, sowie im April 2009 in Straßburg und Kehl. Dort werden wir gegen die Treffen der Kriegstreiber auf die Straße gehen und sie direkt mit unserem Widerstand konfrontieren.
Für den Kampf gegen die Kriegstreiber der Nato, gegen Aufrüstung und Militarisierung!
Für eine revolutionäre Perspektive! Kapitalismus abschaffen!
Dieser Aufruf zum antikapitalistischen Block wird unterstützt von:
Arbeitskreis Internationalismus Stuttgart (AKI) | Föderation der ArbeitsmigrantInnen aus der Türkei in Deutschland e.V. (AGIF) & AGIF-Jugend | Halk Cephesi Stuttgart | noya Stuttgart | Revolutionäre Aktion Stuttgart
