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1. & 02. Mai 2009

Raus auf die Straße - Faschisten bekämpfen, Kapitalismus abschaffen!
Linke Strukturen aufbauen & unterstützen!

In der aktuellen kapitalistischen Krise spart kaum jemand mit Analysen und Vorschlägen zu ihrer Lösung. Da wären etwa die Professoren und Wirtschafts-Experten, die noch vor ein paar Monaten die Unfehlbarkeit des Kapitalismus lobten und fundamentale Krisen grundsätzlich ausschlossen. Gefolgt von den Bossen und Managern, die vor keiner Lohnkürzung oder Entlassung zurückschrecken um ihre Profite zu sichern und dennoch nach und nach ihre Unternehmen gegen die Wand fahren. Natürlich überfluten uns auch die Politiker der bürgerlichen Parteien, die den Staat ohne jegliche Rücksicht stets den Kapitalinteressen angepasst haben, mit klugen Rettungsvorschlägen. Ihnen hinterher hinken letztlich die Gewerkschaftsspitzen, die in der gewohnten Weise, im besten Falle fordern, dass die Krisensymptome nicht ganz so stark auf die Lohnabhängigen abgewälzt werden sollen und in den schlechtesten Fällen in (standort-)nationalistische Töne mit einstimmen.

Ihnen allen sollen wir Arbeiterinnen und Arbeiter, Erwerbslose, Studierende und Schülerinnen und Schüler also weiterhin die Entscheidung über die gesellschaftlichen Verhältnisse überlassen? Ihnen sollen wir es überlassen, das kapitalistische System wieder in Gang zu bekommen – ein System, dass auch ohne die aktuelle Krise Krieg, entfremdete Arbeitsbedingungen, Armut, Stress an Schule und Uni und vieles mehr an Überflüssigem mit sich bringt?! Sicher nicht. Statt denen zu vertrauen, die selbst in der Krise von diesem System profitieren und deren Lösungsvorschläge bei genauem Hinsehen durchweg auf unsere Kosten gehen, gilt es ihre Herrschaft und ihr System in Frage zu stellen und für eine Alternative einzutreten.

Während der Kapitalismus in der Krise steckt, zeigen viele Bewegungen, Organisierungen, Streiks, Blockadeaktionen und weitere Massenproteste weltweit in die richtige Richtung: Klassenkampf gegen die Abwälzung der kapitalistischen Krise auf die Lohnabhängigen! Widerstand gegen Krieg und Aufrüstung! Antifaschistischer Kampf gegen die rechten Hetzer die Sündenböcke für die Krisensymptome suchen!

Letztlich muss der Aufbau einer Gesellschaftsordnung, die nicht auf Konkurrenz und Profit beruht, in der nicht Zwang zur Vermehrung des Kapitals alles antreibt, sondern Solidarität und die gemeinschaftlichen Interessen aller die Grundlage bilden, heute weltweit auf die Tagesordnung gesetzt werden. Dafür gilt es zu protestieren, zu streiken, zu kämpfen und sich zu organisieren!


Seit bald 120 Jahren sind die Mobilisierungen am 1. Mai ein Anlass um für eine Welt jenseits des Kapitalismus auf die Straßen zu gehen. Millionen Menschen in allen Teilen der Welt setzen an diesem Tag ein gemeinsames Zeichen und beteiligen sich an den Demonstrationen und Kundgebungen.
Seit 2004 finden auch in Stuttgart wieder jährlich revolutionäre 1. Mai Mobilisierungen mit jeweils mehreren hundert TeilnehmerInnen statt. Aus Anlass des Versuchs von Nazis, am 1. Mai mit einem Aufmarsch in Ulm ihre menschenverachtende Hetze zu propagieren, gibt es in diesem Jahr zwei Mobilisierungen: Am Freitag, den 1. Mai rufen wir zur Beteiligung an den antifaschistischen Aktivitäten in Ulm auf, am Samstag, den 2. Mai findet eine revolutionäre Demonstration in Stuttgart, mit anschließendem internationalistischem Polit- und Kulturfest statt.


Liveticker zum 1. Mai in Ulm, Hannover,...

Bündnishomepage: www.erstermai-stuttgart.tk

Interview zur Mobilisierung bei Stattweb: http://www.stattweb.de/baseportal/NewsDetail&db=News&Id=5068

 




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