Gegen die Krisenpolitik von Staat und Kapital!
Für Klassenkampf und Revolution!
In zahlreichen Ländern, am eindrücklichsten wohl in Griechenland, haben in den letzten Wochen und Monaten Millionen an Streiks und Protestaktionen gegen die Abwälzung der Krisenlasten auf die Beschäftigten, Erwerbslosen und Jugendlichen teilgenommen. Wenngleich noch vereinzelt, nehmen auch hier die Proteste gegen die aktuelle Politik vielerorts zu: Streiks gegen Entlassungen und Betriebsschließungen, Proteste von SchülerInnen und Studierenden, sowie Aktionen und Demonstrationen von Umwelt- und Anti-KriegsaktivistInnen. Auch die Androhung von betrieblichen Sanktionen, staatliche Repression, die Propaganda der bürgerlichen Parteien und Medien und Beschwichtigungsversuche der sozialdemokratischen Gewerkschaftsspitzen haben Viele nicht davon abgehalten aktiv zu werden.
Von AktivistInnen aus den Gewerkschaften, zahlreichen Initiativen und linken und revolutionären Organisationen wurden mehrere Großdemonstrationen und verschiedene kleinere Protestaktionen im Rahmen der Vernetzung „Wir zahlen nicht für eure Krise“ organisiert. Die Mobilisierungen und die Vernetzung stehen für offensive Kämpfe in den Betrieben und anderen Bereichen gegen die aktuelle Politik und für eine soziale und ökologische Alternative. Die einzelnen Proteste sollen unterstützt, gestärkt, zusammengeführt und politisiert werden und es soll gerade in Zeiten der Krise des Kapitalismus die Möglichkeit seiner Überwindung thematisiert werden. Die zwei Großdemonstrationen am 12. Juni in Stuttgart und Berlin sollen dahingehend ein weiteres Zeichen setzen und zur Stärkung der Bewegungen beitragen.
Hinein in den revolutionären Block
Wir rufen zur Beteiligung an einem revolutionären Block bei der Demonstration auf. Es gilt dabei eine klare Positionierung gegen das kapitalistische System, gegen jeden Versuch es zu retten und gegen die Illusion der Möglichkeit seiner Bändigung zu vertreten. Den Versuchen von SPD, Grünen und anderen staatstragenden Kräften, den Unmut gegen die aktuelle Politik einmal mehr in pseudo-soziale kapitalistische Bahnen zu lenken, ist eine klare Absage an dieses System entgegenzusetzen.
Wenngleich eine Veränderung der Verhältnisse auf vielen Ebenen vonstatten gehen muss, unterschiedliche Ansätze, Bereiche und Ansprüche zu respektieren und vor allem die Gemeinsamkeiten der fortschrittlichen Kräfte herauszustellen sind, ist eine revolutionäre Theorie, Praxis und Organisierung von zentraler Bedeutung. Ein revolutionärer Aufbauprozess, der entschlossene und kontinuierliche Kampf gegen das kapitalistische System und gegen diejenigen die es verteidigen, gegen die Sozialabbauer, Lohnkürzer und Kriegstreiber, ist unabdingbar für eine wirkliche Perspektive. Das Streben nach Veränderungen darf nicht in Bitten an die Regierung, nicht in Eingaben in den Parlamenten und nicht im Abarbeiten an einzelnen Tagesforderungen erstarren. Auch der Widerstand gegen die Angriffe von Staat und Kapital, Sozialproteste und Kampagnen sind nicht das Ende, sondern nur ein Anfang. Unser heutiges Handeln muss Ausgangspunkt sein für eine Umwälzung der bestehenden Verhältnisse und für den Aufbau einer Gesellschaftsordnung die Solidarität und Selbstbestimmung an die Stelle von Profitstreben und Konkurrenzkampf stellt. Es geht letztlich um die Machtfrage: soll die Kontrolle über die Lebens- und Arbeitsverhältnisse weiter in der Hand einer kleinen Klasse aus Kapitalisten und ihrem Anhang liegen oder sollen Produktion und alle Belange der Gesellschaft von allen kollektiv organisiert werden?!
Ob mit oder ohne Krise – der Kapitalismus hat uns nichts zu bieten!
Für einen revolutionären Aufbauprozess!
Für den Kommunismus!
Samstag, 12. Juni um 10.30 Uhr
Lautenschlagerstraße (am HBF)
Treffpunkt Revolutionärer Block: Lautenschlagerstr. Ecke Thouretstr.
Interview mit aktuellen Infos und Einschätzungen zur Mobilisierung >>>
Mehr zum Bündnis "Wir zahlen nicht für Eure Krise"
www.kapitalismuskrise.org