Der 1. Mai 2005
in
Stuttgart
An
der Gewerkschaftsdemonstration beteiligten
sich etwa 3000 bis 4000 Menschen und damit
deutlich mehr als im vergangenen Jahr. Sie
führte vom Arbeitsamt zum DGB-Fest
auf dem Schlossplatz.
Vom Schlossplatz aus beteiligten sich etwa
50 Menschen an einer unangemeldeten Demonstration
zum Auftakt der revolutionären Demonstration
am Marktplatz. Der Versuch der Polizei diese
Demonstration kurz vor dem Marktplatz aufzuhalten
scheiterte. Die revolutionäre 1. Mai
Demonstration startete mit einem Redebeitrag
zur Notwendigkeit kämpferischer und
revolutionärer Positionen und einer
Kritik an der Gewerkschaftsführung.
Danach folgte eine Rede, die die Gefahr
von Nationalismus und rechten Positionen
als vermeintliche Lösungsvorschläge
auf die aktuelle Situation thematisierte.
Nach dem Start der Demo wuchs sie auf etwa
300 bis 400 Menschen an. Das anfängliche
Polizeispalier am Rand der Demonstration
und ein Beamter des polizeilichen Staatsschutzes
in der Demo entfernten sich nach Protesten
zumindest um einige Meter von der Demonstration.
Es ist aber zu hoffen, dass bei den nächsten
Demonstrationen entschlossener gegen solche
Polizeiprovokationen vorgegangen wird.
An der 1. Zwischenkundgebung vor dem Ausländeramt
in der Eberhardstrasse wurde die Situation
von Flüchtlingen und MigrantInnen thematisiert
und zur Solidarität mit ihnen aufgerufen.
An der zweiten Zwischenkundgebung gab es
einen Redebeitrag zum 8. Mai, dem 60. Jahrestag
der Befreiung vom deutschen Faschismus und
zum aktuellen Abbau sozialer Sicherungen
mit Schwerpunkt der Situation im Gesundheitswesen.
Auch wurde dort auf die aktuelle Situation
des von der Räumung bedrohten Jugendhauses
OBW9 hingewiesen.
Beendet wurde die Demonstration mit einer
Rede zur Notwendigkeit von Organisierung
und zu revolutionären Perspektiven.
Nach der Demonstration fand der 1. Mai für
viele seinen Ausklang bei verschiedenen
1. Mai Festen, wie im Clara-Zetkin Waldheim
in Sillenbuch oder im BAZ 110. Immerhin
eine kleine Delegation beteiligte sich am
Nachmittag aber auch noch bei den kämpferischen
Aktivitäten zum revolutionären
1. Mai in Zürich.
Für
eine regionale Mobilisierung ist die Zahl
von 300 bis 400 Menschen bei der revolutionären
1. Mai Demonstration ein Erfolg auf dem
es weiter aufzubauen gilt. Wir werden auch
in den nächsten Jahren zum 1. Mai aktiv
sein, mit dem Ziel am internationalen Kampftag
der Klasse der Lohnabhängigen auch
in Stuttgart revolutionäre Aktivitäten
zu etablieren und auszubauen.
in anderen Städten
In zahlreichen Städten in Deutschland
fanden Demonstrationen und Aktivitäten
zum 1. Mai statt. An den Gewerkschaftsdemonstrationen
beteiligten sich insgesamt etwa 500 000
Menschen. Dort wurde vielfach auch handfeste
Kritik an der Gewerkschaftsführung
und Vertretern der Sozialdemokraten geübt
- die Eierwürfe auf Müntefering
haben beispielsweise bundesweit für
Aufsehen gesorgt.
Auch eigenständige revolutionäre
Mobilisierungen fanden in einigen Städten
statt, an ihnen beteiligten sich jeweils
mehrere hundert bis mehrere tausend Menschen.
Die
Versuche der Nazis, den 1. Mai für
sich zu besetzen wurden in diesem Jahr wieder
sehr entschlossen und militant beantwortet.
In Leipzig, Nürnberg und Worms wurden
ihre Aufmärsche durch antifaschistische
Aktionen erheblich beeinträchtigt und
teilweise abgebrochen. Durch zahlreiche
militante Angriffe wurde ihnen verdeutlicht,
dass Antifaschismus ein wichtiger Bestandteil
der revolutionären Aktivitäten
am 1. Mai ist und wir ihnen nicht nur an
diesem Tag keineswegs die Strasse überlassen.
In
diesem Sinne:
Für einen revolutionären 1. Mai
2006!
Bilder
von der revolutionären 1. Mai 2005
in Stuttgart >>>
Rede
der Revolutionären Aktion >>>
Seite
der Initiative für einen revolutionären
1. Mai 2005 in Stuttgart >>>
Grußbotschaft
aus Zürich >>>