Newsletter
der Revolutionären Aktion Stuttgart
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KURZMELDUNGEN:
+++ Am Abend vor dem 18. März, dem internationalen Tag der politischen Gefangenen gab es in Stuttgart eine unangemeldete Demonstration. Thematisiert wurde dabei u.a. auch der Prozessauftakt gegen 5 revolutionäre Aktivisten aus der Türkei in Stuttgart-Stammheim, im Zusammenhang mit der Repression gegen die verbotene DHKP-C. An der kämpferischen Demo durch die Fußgängerzone beteiligten sich etwa 50 bis 60 Menschen, am Rande wurden Parolen gesprüht und Plakate zum 18. März verklebt. Die Demonstration wurde nach etwa einer Viertelstunde, noch vor dem Eintreffen der Polizei, aufgelöst. Der darauf folgende polizeiliche Großeinsatz in der Innenstadt blieb ohne Folgen.
Bilder der Demo und das verteilte Flugblatt sind hier zu finden:
http://revolutionaereaktionstuttgart.fasthoster.de/20080317_stuttgart.html
+++ In Sindelfingen haben am Freitag, den 14. März etwa 50 Menschen an einem antifaschistischen Abendspaziergang teilgenommen. Dabei wurde u.a. über die Aktivitäten des NPD Vorsitzenden Janus Nowak aus Sindelfingen aufgeklärt. Im Rahmen der momentan stattfindende Kampagne gegen die NPD-Strukturen in der Region finden in den nächsten Wochen noch mehrere Veranstaltungen und ein Konzert statt.
Bericht und Bilder vom Abendspaziergang:
http://infoladenludwigsburg.plentyfact.net/infoladen4/sections/news/news_show.php?id=2076
+++ Vor dem Arbeitsgerichts-Prozess am 19. März wegen der Betriebsratswahl bei Lidl in Stuttgart-Feuerbach fand eine Kundgebung mit ca. 50 TeilnehmerInnen von ver.di und IG Metall statt. Es sprachen Peter Klumpp, Sekretär von ver.di, die Lidl-Betriebsratsvorsitzende Melissa Hübsch, der ver.di-Vertrauensmann Dieter Janssen vom Bürgerhospital, von Bosch Feuerbach der Betriebsrat Karsten vom Bruch. KollegInnen von Lidl, Schlecker, Kaufland, dem Jugendamt, sowie besonders zahlreich die KollegInnen von Bosch Feuerbach als Patenbetrieb und Nachbarn waren vertreten, aber auch weitere Metaller einschließlich dem IGM-Sekretär Andreas Nolte. Die Schikanen von Lidl wurden deutlich dargestellt, und es wurde angeboten, auf den bevorstehenden Streikversammlungen im Öffentlichen Dienst Lidl-Betriebsratsmitglieder zu Beiträgen einzuladen. Allen solidarischen MitdemonstrantInnen wurde von Peter Klumpp und Melissa Hübsch herzlich gedankt.
Der Gerichtstermin über die Anfechtung der Betriebsratswahl im vergangenen Oktober war recht kurz, neben kleineren Formalitäten war das Hauptthema Formfehler bei der Briefwahl.
Am Abend wurde das Urteil bekannt gegeben: die Betriebsratswahl wurde für ungültig erklärt. Der Betriebsrat muss noch darüber beschließen, ob die nächsthöhere Instanz angerufen wird, vermutlich wird so vorgegangen. Solidarität wird auch weiterhin gefragt sein!
Am gleichen Tag wurde auch über die Anfechtung der Betriebsratswahl bei Schlecker verhandelt, hier war das Ergebnis besser, dem Arbeitgeber sind zahlreiche Formfehler unterlaufen. Ein Urteil wurde jedoch noch nicht gesprochen.
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MOBILISIERUNGEN UND ANKÜNDIGUNGEN
DIE ZUKUNFT IN DIE EIGENEN HÄNDE NEHMEN! GESCHICHTE MACHEN!
HERAUS ZUM REVOLUTIONÄREN 1. MAI 2008 IN STUTTGART!
Die Mobilisierung zum diesjährigen 1. Mai hat begonnen. Die Website der Initiative für einen Revolutionären 1. Mai in Stuttgart ist online, dort ist der diesjährige Aufruf, Bilder der vergangenen Jahre u.a. zu finden. Flyer sind u.a. im Infoladen Stuttgart erhältlich.
Mit seiner über 100jährigen Tradition hat der 1. Mai eine besondere Bedeutung und steht für eine eigenständige Mobilisierung der revolutionären Linken, bei der die alltäglichen Forderungen und Kämpfe auf einen Punkt gebracht werden: Für eine befreite Welt jenseits des Kapitalismus!
Thematischer Schwerpunkt der Mobilisierung ist für uns in diesem Jahr der geschichtsrevisionistische Versuch von bürgerlicher Seite, alle bisherigen Revolutionen und Revolten als Akte der Barbarei umzudeuten. Dem setzen wir, nicht nur wegen den Jahrestagen u.a. der Novemberrevolution 1918 und der Revolte 1968 in diesem Jahr, einen positiven Bezug zur Geschichte der revolutionären ArbeiterInnenbewegung und des politischen Widerstands entgegen. Sich in diese Tradition zu stellen und die Errungenschaften zu verteidigen, bedeutetet jedoch nicht das Ausblenden der Niederlagen und Fehlentwicklungen, sondern deren Aufarbeitung. Im April wird es dementsprechend mehrere Veranstaltungen geben, die hierzu beitragen sollen.
Weitere Themen der Mobilisierung sind u.a. der Klassenkampf von oben, als Folge der Abwälzung der Krisenerscheinungen des Kapitalismus auf die Klasse der Lohnabhängigen und der notwendige breite Widerstand dagegen, sowie die Kriegsbeteiligung der BRD, wie auch deren innere und äußere Aufrüstung.
Wir rufen auch in diesem Jahr wieder zu einer Beteiligung an der Gewerkschaftsdemonstration auf, die Revolutionäre Demo wird im Anschluss daran beginnen. Danach findet ein internationalistisches Fest, mit Infotischen, Essen und Getränken, sowie mit musikalischen Beiträgen statt. Auch eine Beteiligung an den kämpferischen Aktivitäten am 1. Mai in Zürich kann als Option am Abend, nach der Demo in Stuttgart in Erwägung gezogen werden.
Die genauen Uhrzeiten und Treffpunkte werden in den nächsten Wochen bekannt gegeben.
Meldet Euch mit Anregungen und Kritik zur Mobilisierung (siehe die Homepage zum 1. Mai in Stuttgart)!
Beteiligt Euch an der Mobilisierung, verteilt Flyer und macht die Termine bekannt!
Kommt zu den Veranstaltungen im Vorfeld und zu den Aktivitäten am 1. Mai!
Website zum 1. Mai in Stuttgart: www.erstermai-stuttgart.de.am
ORGANIZING- UND KAMPAGNENARBEIT: NEUE METHODE UND/ODER POLITISCHER ANSATZ FÜR DIE GEWERKSCHAFTSARBEIT DER ZUKUNFT?
„Streitgespräch“ mit Werner Sauerborn - Sekretär in der ver.di Landesleitung und Anton Kobel - ehemaliger Geschäftsführer der hbv-Mannheim.
Veranstaltet vom Zukunftsforum der Stuttgarter Gewerkschaftslinken.
In den Gewerkschaften werden verstärkt neue Ansätze und Methoden diskutiert und aus-probiert. Dabei spielen die Begriffe Organizing- und Kampagnenarbeit eine immer bedeutender werdende Rolle. Es ist weitgehend unstrittig, dass in Branchen mit eher deregulierten Arbeitsverhältnissen, ohne etablierte Betriebsräte und mit geringem Organisationsgrad gewerkschaft-liche Organisierung nur in Form von Kampagnenarbeit und/oder Organizing möglich ist.
Beispiele, wie Schlecker oder Lidl sind allgemein bekannt. Auch bei Leiharbeiter/innen, Beschäftigten im Bewachungsgewerbe oder bei den privaten Postdienstleitern versagen die traditionellen Ansätze. Es gibt kaum einen festen Arbeitsort, keine oder wenige Betriebsräte und Ansprechpartner (Multiplikatoren) müssen erst gefunden werden.
Gleichzeitig wird die Zahl der Beschäftigten in deregulierten Arbeitsverhältnissen immer größer.
Aber auch in den traditionellen Betrieben reichen die klassischen Methoden und Herangehensweisen häufig nicht mehr aus. Sei es bei Teilbetriebs- oder Betriebsschließungen, Privatisierungsmaßnahmen, Verlagerungen oder gar bei Tarifauseinandersetzungen. Auch hier stellt sich die Frage, ob Organizing- und Kampagnearbeit nicht eine Erweiterung der gewerkschaftlichen Handlungsmöglichkeiten sein kann. Grundsätzlich handelt es sich dabei jedoch um einen konfliktorientierten Gewerkschaftsansatz, der auf die Selbsttätigkeit der Gewerkschaftsmitglieder setzt und nicht auf Stellvertreterpolitik. Damit steht dieser Ansatz häufig quer zu etablierten betrieblichen und gewerkschaftlichen Institutionen und ist nicht konfliktfrei praktizierbar.
Gleichzeitig stellt sich die Frage, ob es sich bei Organizing- und Kampagnearbeit lediglich um eine neue Methode handelt, die ohne gewerkschaftspolitische Neuorientierung zu kurz greift oder ob dahinter auch eine grundlegend neuer nicht nur methodischer, sondern auch politischer Ansatz steht. Wir freuen uns auf eine spannende Diskussion.
am Dienstag, den 01. April 2008 um 18:30
im DGB-Haus Stuttgart, Raum 245, Willi-Bleicher-Straße 20, Stuttgart
> davor, ab 17 Uhr findet das Treffen des Solidaritätskomittee für den Streik im öffentlichen Dienst statt.
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TERMINKALENDER
Donnerstag, 20. März: Veranstaltung Perspektiven für eine zeitgemäße feministische Politik
> um 19 Uhr im Subversiv, Burgstallstr. 54, Stuttgart-Heslach
Samstag, 22. März: Ostermarsch
> um 12 Uhr vor dem Theaterhaus in der Siemensstr. (U-Bahn Pragsattel)
Mittwoch, 26. März: Mittwochskino | Der gewöhnliche Faschismus
> um 19 Uhr im Subversiv, Burgstallstr. 54, Stuttgart-Heslach
Donnerstag, 27, März: Film | Wer Gewalt sät
> um 19 Uhr im Jugendhaus Süd in Sindelfingen
Dienstag, 01. April: Veranstaltung | Organizing und Kampagnenarbeit - Neue Methode und / oder politischer Ansatz für die Gewerkschaftsarbeit der Zukunft
> 18.30 Uhr im DGB-Haus Stuttgart, Raum 245, Willi-Bleicher-Straße 20, Stuttgart
Regelmäßig:
> Öffnungszeiten des Infoladen Stuttgart: Montag bis Freitag, 18 bis 20 Uhr und bei Veranstaltungen im Subversiv (Burgstallstr. 54, Stuttgart - Heslach)
> Jeden Samstag ab 20 Uhr lecker veganes/vegetarisches Essen bei der
Volxküche im Subversiv (Burgstallstr. 54, Stuttgart - Heslach)
> Jeden ersten Sonntag im Monat vegan/vegetarischer Brunch im Subversiv (Burgstallstr. 54, Stuttgart - Heslach)
Weitere Termine und Veranstaltungen in Stuttgart und der Region unter:
www.infoladenludwigsburg.de.am
www.subversiv-stuttgart.de
Solidarische Grüße
Revolutionäre Aktion Stuttgart
www.revolutionaere-aktion.de.am
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>Zu
diesem Newsletter <<<<<<<<<<<<<<<<<
Dies ist der Newsletter der Revolutionären
Aktion Stuttgart. In mal mehr, mal
weniger regelmäßigen Abständen
berichtet er über Termine wie
Veranstaltungen, Demos und Aktionen sowie
über aktuelle Ereignisse.
Schwerpunkt ist dabei der Großraum
Stuttgart.
Der
Newsletter ist nummeriert (siehe ganz oben,
die Nummer in der Klammer). So kannst Du
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bekommst - einfach vergleichen, ob die Nummer
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über Kritik, Anregungen, Lob und Diskussionen.
Auch wenn Du aktiv werden willst, Fragen
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