Diskussionsveranstaltung: Heraufsetzung
des Rentenalters, Gesundheitsreform, weitere
Umverteilungen von unten nach oben - Wie
weiter mit den Protesten gegen die aktuelle
Regierungspolitik?
Um
den 30. Januar werden in Baden Württemberg
mehrere betriebliche Aktionen gegen die
geplante Heraufsetzung des Rentenalters
stattfinden. Weitere Proteste sollen in
den Wochen darauf folgen.
Die drohenden Folgen der "Reform"
im Rentensystem sind bekannt: Eine noch
längere Lebensarbeitszeit für
viele, damit weiterhin Millionen von Arbeitslosen
und in vielen Fällen schlicht eine
Kürzung der Rentenbezüge. Ebenso
wie von der, auch Anfang des Jahres geplanten,
Gesundheitsreform werden also die meisten
gesellschaftlichen Gruppen betroffen sein:
Jugendliche, Arbeitslose, Arbeiterinnen
und Arbeiter.
Nach Hartz 4 und den unzähligen weiteren
"Reformen" der letzten Jahre,
die nichts weiter als eine Umverteilung
von unten nach oben beförderten, ist
es längst Zeit die Regierung mit massenhaftem
Protest und Widerstand zu konfrontieren.
Weder Kompromisse, noch Verhandlungen, die
nur für einzelne gesellschaftliche
Gruppen das schlimmste abwenden sollen und
damit dazu beitragen die Betroffenen gegeneinander
auszuspielen, können das Ziel sein.
Gemeinsame und koordinierte Aktivitäten
wie Streiks und Massendemonstrationen sämtlicher
betroffener gesellschaftlicher Gruppen müssen
stattdessen geplant und organisiert werden.
Nur durch die gemeinsame Praxis und durch
die Konfrontation mit den Protagonisten
der aktuellen Politik kann ein Ende der
Angriffe erreicht und Alternativen dazu
wieder denk- und machbar werden.
Mitte
Dezember haben sich auf einer Veranstaltung
Studierende, Beschäftigte im Metall-
und im Gesundheitswesen und Aktivistinnen
und Aktivisten verschiedener linker Organisierungen
ausgetauscht. Dabei wurde von allen eine
Zusammenarbeit und ein kontinuierlicher
Austausch zu den kommenden Sozialprotesten
vereinbart.
Auf der Diskussionsveranstaltungen am 10.
Januar sollen u.a. folgende Fragen Thema
sein:
Wie können und müssen konsequente
Proteste organisiert werden?
Welche konkreten Aktivitäten zur Mobilisierung
auf die Aktionstage und
darüber hinaus können geplant
und organisiert werden?
Welche positiven Forderungen stellen wir
den Regierungsplänen entgegen?
Wie können Austausch und gemeinsame
Aktivitäten der unterschiedlichen Protestbewegungen
(z.B. gegen Studiengebühren, die Gesundheitsreform,
die Heraufsetzung des Renteneintrittsalters
...) entwickelt werden?
Mittwoch,
10.01.2007 um 19 Uhr
im Subversiv, Benckendorffstr. 4, Stuttgart-Heslach
(Nähe Haltestelle Bihlplatz, U1 &
U14)
www.subversiv-stuttgart.de