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Schluss mit der Kriminalisierung von AntifaschistInnen!
 

Antifaschismus ist notwendig - nicht kriminell!
Schluss mit der Kriminalisierung!

Am Dienstag, den 6.September 2005 fand der Prozess gegen einen Stuttgarter Antifaschisten vor dem Landgericht statt. Ihm wurde vorgeworfen, ein Flugblatt der AG Antifa der Revolutionären Aktion Stuttgart verteilt zu haben. Auf dem Flugblatt werde antifaschistische Militanz dargestellt und mit dem Slogan "Faschisten bekämpfen! Zusammen! Auf allen Ebenen! Mit allen Mitteln!" zu Straftaten aufgerufen. Der Richter erhielt dieses Konstrukt aus erster Instanz aufrecht. Alleine die "Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen" und der Antrag auf eine tatsächlich vollzogene Knaststrafe (!) durch die Staatsanwaltschaft wurden abgelehnt. Insgesamt wies der Richter somit die Berufung ab und es blieb bei der 3-monatigen Freiheitsstrafe auf Bewährung für den Angeklagten.

Der Prozess ist ein eindrückliches Beispiel dafür, wie schlecht es den Repressionsbehörden gelingt, hinter juristischen Floskeln ihren eindeutig politischen Willen zur Verfolgung und Kriminalisierung linker Aktivitäten zu verbergen. Die Prozessmobilisierung wiederum lieferte bereits einen eindrücklichen Beweis dafür, dass sich von derartigen Kriminalisierungsbemühungen niemand abschrecken lässt. Trotz der kurzfristigen Mobilisierung waren mit etwa 30 bis 40 Personen abermals zu viele Leute im Gericht, als dass sie in den - angeblich nach den Erfahrungen vom ersten Prozess aus "Sicherheitsgründen" ausgesucht kleinen - Gerichtssaal gepasst hätten. Die ProzessbeobachterInnen taten ihre Solidarität mit dem Angeklagten u.a. dadurch kund, dass die Verlesung des kriminalisierten Flugblattes durch den Richter mit Applaus quittiert wurde.

Die Sensibilität innerhalb der Linken für die Angriffe des Staatsschutzes gilt es aktuell zu stärken, weil dieser das Repressionsniveau anhebt, der aktuelle Prozess ist nur ein Beispiel hierfür. Mit einem derartigen Urteil gegen einen von einem Cop beobachteten angeblichen Verteiler eines Flugblattes sind bereits mögliche Grundsteine gelegt für weitere Verfahren und Willkürurteile. Diesen Vorstossversuchen müssen wir mit aller Entschlossenheit entgegentreten ohne dabei unsere eigentlichen Ziele aus den Augen zu verlieren:
Faschistische und reaktionäre Mobilisierungen zu zerschlagen und eine revolutionäre Perspektive aufzubauen und zu erkämpfen!



Text des Flugblattes der Bunten Hilfe zum Prozess>>>
4-seitiges Flugblatt der Bunten Hilfe als PDF-Datei>>>



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